Ella & Paul
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Babyerziehung – Sanft Grenzen setzen

Für sich liebende Paare ist es das Schönste, ein Kind zu erwarten. Doch bereits mit der Schwangerschaft zerbrechen sich viele Eltern den Kopf, ob sie den Anforderungen der Kindererziehung überhaupt gewachsen sind. Sie möchten das geliebte kleine Wesen beim Start in das Leben unterstützen, aber es auch nicht zu sehr verwöhnen.

„Bin ich eine gute Mutter?“- diese Frage schwirrt vielen werdenden Mamas bereits während der letzten Schwangerschaftswochen durch den Kopf. Ist der kleine Sprössling dann auf der Welt, beginnen die Sorgen um seine Entwicklung erst recht. Verstärkt wird diese Situation oftmals noch durch die guten Ratschläge sämtlicher Verwandten, die in den Erziehungsmethoden längst vergangener Zeiten einen optimalen Weg sehen, die ersten Lebensjahre des Babys nach den eigenen Wünschen zu beeinflussen.

Lassen Sie sich durch die Lebensweisheiten Ihrer Familienmitglieder nicht verunsichern, denn jedes Kind ist anders und einzigartig in seinem Wesen. Wenn Sie einige Regeln der Babyerziehung beherzigen, werden Sie der mitunter sehr stressigen Entwicklungsepoche mit Gelassenheit begegnen und die Zeit mit Ihrem kleinen Liebling genießen können.

Babyerziehung
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Die Welt ist aufregend und kunterbunt

Ein Baby ist da! Plötzlich sehen Sie sich mit der Aufgabe konfrontiert, das geliebte Wesen nicht nur zu beschützen, sondern es auch zu erziehen. Gerade im ersten Lebensjahr finden innerhalb kürzester Zeit rasante Entwicklungsschritte statt. Vor allem die fortschreitende Beweglichkeit und Mobilität eines Babys kann Eltern durchaus an ihre Grenzen der Belastbarkeit bringen. Keine Ecke ist mehr vor der Entdeckungsfreudigkeit des Babys sicher.

Doch Ihr kleiner Sprössling muss sich ausprobieren können, damit er weiß, wo Gefahren lauern oder welche Gegenstände gern erforscht werden dürfen. Auch wenn es sehr anstrengend sein kann, geben Sie Ihrem Baby die Gelegenheit des Ausprobierens. Gestalten Sie das Babyzimmer sicher und schalten Sie Gefahrenquellen kategorisch aus. So können Sie voller Freude und ohne Angst die Neugier Ihres Babys beobachten.

Baby die Welt entdecken lassen
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Konsequente Wiederholungen prägen sich ein

Viele Eltern denken, mit einem klar und laut ausgesprochenen „Nein“ können sie ihrem Baby verständlich machen, welche Aktionen gewünscht sind und welche eher nicht. Babys nehmen zwar Ihren lauten Ton wahr, können ihn allerdings nicht mit einem Verbot in Zusammenhang bringen. Schlimmstenfalls werden sie aufgeschreckt oder fangen panisch an zu weinen. Den Unterschied zwischen den Wörtern „Ja“ und „Nein“ begreifen erst Kinder mit Ende des ersten Lebensjahres.

Dieser Umstand bedeutet aber nicht, dass keine Regeln und Verbote für sie gelten. Ein wenig Ausdauer gehört schon dazu, den Kleinen die eigenen Wünsche und Vorstellungen zu verinnerlichen. Frei nach dem Motto „Der stete Tropfen höhlt den Stein“, sollten Sie auf eine Mischung aus Wiederholungen und beharrlicher Konsequenz setzen. Wichtig ist dabei, dass Sie sich als Elternpaar einig in Ihren Erziehungsmethoden sind. Schon die Kleinsten finden ganz schnell heraus, ob das was bei Mama verboten ist, auch bei Papa gilt.

Klare Regeln geben dem Baby Struktur

  1. Kindern Vertrauen vermitteln
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    Kinder benötigen Stabilität im Leben, um sich geborgen und sicher zu fühlen. Deshalb ist es auch bei Babys äußerst wichtig, ihnen die Regeln, die das familiäre Zusammenleben betreffen, rechtzeitig beizubringen.

  2. Dies funktioniert natürlich nicht mit der Holzhammermethode, sondern sollte auf sanfte Art im Zusammenspiel mit Ritualen den Lebensrhythmus beeinflussen. Ein festes Regelgerüst innerhalb der Familie dient der Orientierung und wenn sich selbst die Erwachsenen daran halten, dann bedeutet dies für Ihr Baby etwas völlig Natürliches.
  3. Beim Umsetzen der Strukturen und Regeln ist es sinnvoll, dass Sie kompromissbereit sind und auch Abstriche machen können. Wenn überall nur Verbote herrschen und nichts benutzt werden darf, wird Ihr Baby in seiner Kreativität und Phantasie eingeschränkt und beginnt sich zu langweilen oder lautstark zu protestieren.
  4. Wo gehobelt wird, da fallen Späne und wo Kinder sind, da kann schon mal das Eine oder Andere kaputt gehen. Lassen Sie eine gewisse Routine in Ihr Familienleben einziehen und achten Sie auf die Bedürfnisse Ihres Kindes. Kurz nach der Geburt ist es oft schwer einen normalen Tagesrhythmus zu finden, doch wenn Sie in die Gewöhnungsphase des Babys sanft eingreifen und mit liebevollen Ritualen eine harmonische Atmosphäre schaffen, dann wird Ihr Kind diese Unterstützung gern annehmen.

Der Umgang mit Wut- und Trotzreaktionen

Von vielen Eltern wird sie gefürchtet: Die Trotzphase. Egal, was Sie gerade in Angriff nehmen, Ihr Kind ist mit nichts zufriedenzustellen und macht seiner Wut lauthals Luft. Dabei nimmt gerade diese anstrengende Phase im Leben Ihres Kindes einen großen Stellenwert ein, denn sie bedeutet die Entwicklung seiner ganz eigenen Persönlichkeit. Wenn uns „Großen“ etwas nicht passt, tauschen wir uns darüber aus oder versuchen die Situation zu verändern. Auch Babys haben bestimmte Bedürfnisse, aber sie können diese nicht in Erwachsenenform ausdrücken. Wenn das kleine Trotzköpfchen schreit, dann kann die Wut viele Ursachen haben, wie zum Beispiel:

  • Schutzbedürfnis,
  • Hunger,
  • der Wunsch nach Eigenständigkeit,
  • fehlende Akzeptanz von Verboten.

Versuchen Sie in solchen nervenaufreibenden Situationen gelassen zu bleiben und schauen Sie genau hin, welche Ursache die Trotzphase hat. Möchte Ihr Baby unbedingt etwas haben, dann können Sie dem Wunsch entsprechen oder durch geschickte Ablenkungsmanöver das Interesse auf andere Dinge lenken. Wichtig ist, dass Sie nicht mit Wut oder mit Ignoranz auf das Trotzverhalten reagieren, denn damit erreichen Sie nur das Gegenteil von dem, was Sie umsetzen möchten. Bleiben Sie auf liebevolle Art dennoch konsequent und zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie es ernst nehmen. Mehr gut Tipps dazu finden Sie auch hier.

Der Abschied vom Schnuller

Wenn ein kleiner Erdenbürger geboren wird, dann verlässt er seine schützende Umgebung und alles was ihn erwartet ist fremd. Deshalb ist das Stillen sehr wichtig, denn dabei erleben Baby und Mutter ganz intensive Momente, die Ruhe, Zufriedenheit und Geborgenheit in sich tragen. Der Saugreflex vermittelt dem Baby ein wohliges Gefühl, welches ihn in den Schlaf trägt. Ähnlich verhält es sich auch bei der Benutzung eines Schnullers. Dieser kann ein toller Tröster sein oder einfach nur beim Einschlafen helfen.

Schwierig wird es dann nur, den ach so heißgeliebten Schnuller wieder herzugeben. Zahnärzte und Kiefernorthopäden warnen vor einer Benutzung des Schnullers über das dritte Lebensjahr hinaus, da das lange Nuckeln Zahnfehlstellungen zur Folge haben kann. Versuchen Sie Ihr Kind deshalb schrittweise und unter Zuhilfenahme von kleinen Geschichten vom Schnuller zu entwöhnen. Mit kleinen Ritualen können Sie anfangs versuchen, den Tagesgebrauch einzuschränken. So kann der Schnuller in einem Kästchen zum Schlafen gelegt werden und darf erst am Abend wieder erscheinen. Je weniger Sie das Schnullerproblem thematisieren, desto weniger rückt er auch in den Mittelpunkt des Geschehens. Kommt der Schnuller kaum noch zum Einsatz, dann kann er in ein Paket an die Zahnfee geschickt werden, die dann als Gegenzug für die Abschiedspost, ein gewünschtes Geschenk zurückschickt.

Wie Sie erfolgreich „Abschnullern“ zeigt auch dieses Video:

Zuversicht und Selbstvertrauen

  • Kinder richtig erziehen
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    Eltern wünschen sich, dass aus ihren kleinen Sprösslingen später einmal charakterstarke, selbstbewusste junge Menschen werden, die ihr Leben alleine meistern. Die Grundlagen dafür werden bereits im Baby- und Kindesalter gesetzt.

  • Wenn Sie Ihrem Kind nichts zutrauen oder ihm alles abnehmen, werden Sie einen schüchternen, verunsicherten Menschen heranziehen.
  • Selbst in unserer Erwachsenwelt wissen wir: Lob bedeutet Motivation und schafft jede Menge Selbstvertrauen. Was für uns Erwachsene normal ist, bedeutet für ein Baby oder Kleinkind einen enormen Entwicklungsfortschritt. Nehmen Sie sich Zeit, die kleinen Wunder des neuen Bewusstseins hautnah zu erleben und schenken Sie Ihrem Baby die volle Aufmerksamkeit. Lobende Worte besitzen eine Signalwirkung, die Sie nicht unterschätzen sollten. Sie animieren Ihr Kind damit nicht aufzugeben, sondern immer wieder neu zu starten, bis das eigentliche Ziel erreicht ist.
  • Ein achtlos im Vorbeigehen hingeworfenes „schön gemacht“ hat wenig mit Förderung zu tun. Ihr Baby verlangt nach Ihrer ganzen Aufmerksamkeit und wenn Sie es an der richtige Stelle motivieren, dann weiß es, dass Sie die Leistungen liebevoll anerkennen.

About Peggy

Mein Name ist Peggy und ich bin Mutter eines Sohnes. Gerne freue ich mich über einen Erfahrungsaustausch mit anderen Mamas über fast alle Themen rund um Baby und Kind. Noch mehr über mich findest du auf meinem Google+ Profil

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