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Babysachen selber nähen

Babysachen selber nähen – so klappts auch für Anfänger!

Als frischgebackene Mami wünscht man sich für das Neugeborene natürlich nur das Beste. Selbstgenähte Babysachen sind einmalig im Design und bei der Wahl der Materialien kann man selbst entscheiden.

Die Haut des Babys ist besonders empfindlich und möchte von schadstofffreien Materialien umschmiegt werden. Sie soll atmen können und das passiert am besten mit ausgesuchten Textilien aus reinen Naturprodukten. Viele Artikel für das Baby lassen sich, auch ohne große Vorkenntnisse, ganz leicht selber anfertigen. Das macht nicht nur Spaß, sondern bietet die Gelegenheit, ein ganz besonderes Einzelstück von hoher Qualität herzustellen. Auch als Geschenk zur Geburt, zur Taufe oder zu anderen Anlässen, ist die selbst genähte Babydecke, eine kuschelige Puppe oder ein hübsches Kleidchen genau das Richtige.

Stoffe in Bioqualität für die Babysachen

Babygeschenke lassen sich ganz leicht selbst herstellen. Dafür genügen meist ein paar Grundkenntnisse an der Nähmaschine oder beim Umgang mit den Stricknadeln. Im Internet gibt es dazu zahlreiche Anleitungen, die gut erklären, wie man mit der Arbeit anfängt. Auch Anleitungen für die unterschiedlichsten Baby-Accessoires findet man im Netz. Doch bevor man sich ans Werk macht, benötigt man die richtigen Materialien.

Dafür nimmt man am besten Textilien, die zu hundert Prozent aus Naturfasern bestehen, wie beispielsweise:
  • Baumwolle: dieses Material lässt die Haut des Kindes gut atmen und kann auch mit hohen Temperaturen gewaschen werden.
  • Leichte Leinenstoffe: Leinen sorgt an heißen Sommertagen für einen guten Temperaturausgleich.
  • Seide: darf nur per Hand oder mit niedrigen Temperaturen gewaschen werden. Seide bietet aber ein sehr anschmiegsames Tragegefühl für das sensible Baby, wirkt kühlend im Sommer und lässt die Haut gut atmen.
  • Kinderstoffe in Bioqualität (z.b. bei Quiltmaus erhältlich) sind die beste Wahl, da sie nicht von Schadstoffen bei der Herstellung durch die Färbung belastet werden.

Babysachen nähen

Tolle Nähideen für das Baby

Baby-Nähideen, die mit ein wenig Geschick recht unkompliziert umgesetzt werden können:
  • Baumwollmützchen: ganz leicht herzustellen ist die leichte Baumwollmütze in Dreiecksform, die am oberen Ende zusammengeknotet wird. Bei der Wahl der Farben und Muster darf es auch bei den jungen Babys gerne bunt sein, solange Stoffe in Bioqualität benützt werden.
  • Halstuch: auch dreieckige Halstücher lassen sich ganz leicht selber machen und werden mit den richtigen Textilien nicht nur bequem und anschmiegsam, sondern auch noch ein richtiger Hingucker.
  • Baumwoll-Lätzchen: das selbstgemachte Lätzchen wird in jedem Baby-Haushalt lange benötigt. Hier ist es wichtig, das Lätzchen aus zwei Lagen zu fertigen und saugfähige Materialien, wie beispielsweise Frottee, zu verwenden, damit die Essensreste nicht durchsickern.
  • noch mehr Nähideen-Ideen gibts hier

Insgesamt sollte man bei der Auswahl der Textilien unbedingt darauf achten, dass die Stoffe nicht zu leicht fasern, da Kleinkinder gerne alles in den Mund nehmen und sonst die Fusseln verschlucken. Beim Nähen von Babykleidung, Spielzeug oder Accessoires soll man keine festen Kleinteile oder Schnüre anbringen. Schlicht und praktisch lautet hier die Devise, und natürlich bunt und fröhlich im Design.

Babydecke nähen

Geschenksidee für das Neugeborene: die Babydecke

Babydecken bieten nicht nur eine wohlige Nestwärme für das Neugeborene. Sie hat lange Bestand und die Kinder lieben sie auch noch, wenn sie bereits herausgewachsen sind. Eine selbstgemachte Decke ist ein Mitbringsel, das es auf der Welt kein zweites Mal gibt und stellt ein ganz besonderes Geschenk dar. Gerne werden solche Stücke auch als Erinnerung für die Kinder und Enkelkinder aufgehoben. Für die Herstellung einer Decke benötigt man lediglich ein wenig Geschick und Freude an der Arbeit. Denn es sind keine komplizierten Rundungen auszuschneiden oder zu nähen und die Nähte können ganz rasch mit der Nähmaschine erledigt werden.

Für die Auswahl der Stoffe wählt man für Babys vorzugsweise schadstofffreie Textilien aus. Außerdem sollten sie schweiß- und speichelecht sein. Entscheidet man sich für ein Werkstück aus Baumwolle, sind Textilien, die biologisch angebaut wurden, wie Kinderstoffe in Bioqualität, die beste Wahl.

Patchwork Decke nähen

Eine Patchwork-Decke selber machen

Eine ganz besondere Idee für ein Geschenk zur Geburt eines Kindes ist beispielsweise die Patchwork-Decke, wobei hier kleine, quadratische Stoffstücke mit unterschiedlichen Musterungen zusammen genäht werden. An so einem Patchwork-Projekt können sich sogar alle Familienmitglieder beteiligen, indem jeder ein Stück Stoff für die Decke vorbereitet und so ein gemeinsam gewirktes Glückwunsch-Geschenk entsteht.

  1. Quadrate: bunte, quadratisch zugeschnittene Stoffstücke werden zuerst in praktischer Babydeckengröße von 70 x 90 cm zusammengenäht.
  2. Innenseite der Decke: danach wird eine durchgehende zweite Lage Futterstoff auf der Rückseite angebracht.
  3. Fülle: zwischen den beiden Lagen kann auch gerne eine warme und flauschige Fülle eingefügt werden. Statt Vlies oder Polyester eignet sich hier ein kuscheliger Baumwollfrotteestoff. Denn dieses Füllmaterial ist nicht nur atmungsaktiv, sondern kann auch bei hohen Temperaturen in der Maschine gewaschen werden.


Worauf man bei Stofftieren oder Puppen achten sollte:

Aus hochwertigen Materialien können aber nicht nur Kleidungsstücke oder Decken genäht werden. Puppen oder Stofftiere sind gar nicht so schwierig anzufertigen und sind ein ideales Geschenk für das Baby, das gerne auch für alle Ewigkeiten als Andenken aufgehoben wird.

Stofftier nähen

Stoffauswahl:

  • Bei kleinen Schmusetieren muss man beachten, dass diese von Babys sehr gerne und intensiv in den Mund genommen werden. Gerade hierfür ist auf Bio-Produkte zu achten, damit das Baby keine Chemikalien abbekommt.

Schnittmuster:

  • Schnitte für Stoffpuppen gibt es entweder in speziellen Fachzeitschriften , oder auch im Internet. Natürlich kann man sich auch selbst eine Form überlegen und diese auf einer Schablone aus Pappkarton aufzeichnen, beispielsweise in der Form eines Hasen oder einer Katze. Auch Puppen mit Armen und Beinen können auf diese Weise hergestellt werden.

Anfertigung:

  • Der Stoff dafür wird anhand dieses Schnittmusters zweimal ausgeschnitten. Dabei unbedingt an die Nahtzugabe von etwa einem Zentimeter denken. Am Ende müssen diese beiden Teile nur noch zusammen genäht und befüllt werden.

Achtung:

  • Auf Knöpfe als Augen sollte bei Neugeborenen unbedingt verzichtet werden, da diese von Babys leicht verschluckt werden. Statt dessen kann man mit einem festen Wollgarn die Augen und den Mund sticken.

Füllmaterial:

  • Die Puppe oder das Stofftier lässt sich sehr gut mit reiner Wolle, die es in spezieller Füllbällchenform zu kaufen gibt, oder Bio-Kapokfasern füllen. Die Füllwolle ist nicht nur flauschig, sondern wärmt zusätzlich beim Kuscheln mit dem Stofftier. Kapokfasern sind ebenfalls besonders weich und können bei 30 Grad in der Waschmaschine gewaschen werden. Dinkelspelzen oder Hirseschalen werden oft als Füllmaterial für das selbst genähte Tier oder die Puppe verwendet.

Duft für schöne Erinnerungen:

  • Möchte man dem Kuscheltier noch eine besondere Duftnote verleihen, dann steckt man in die Füllung ein paar Lavendelblüten mit hinein. Diese halten nicht nur die Motten fern, sondern duften besonders fein und sorgen für wunderschöne und lang anhaltende Kindheitserinnerungen.
Bildernachweis:
Titelbild – CC0 Public Domain / Pixabay.com
Babysachen nähen – Urheber: reamonn / 123RF Lizenzfreie Bilder
Decke fürs Baby selbst nähen – Urheberrecht: katrinaelena / 123RF Stockfoto
eine Patchwork Decke für ist ein tolles Babygeschenk – Urheberrecht: nathings / 123RF Stockfoto
Stofftier fürs Baby selbst nähen – Urheberrecht: nameinframe1 / 123RF Stockfoto

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