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Der lang ersehnte Nachwuchs ist da: Was kosten Kinder eigentlich?

Wer sich als Paar ein Kind wünscht, hat sie meist nicht vordergründig im Blick: die Kosten für den Nachwuchs. Doch irgendwann ist es notwendig, sich auch mit diesem Thema näher zu beschäftigen. So wunderbar es ist, den lang ersehnten Nachwuchs endlich in den Armen zu halten, so wichtig ist es nämlich auch, die Kosten etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Zwar ist immer wieder einmal von Gesamtausgaben über die vielen Jahre von Kindheit, Jugend und Ausbildungszeit zu hören, die schon mal bis zu 100.000 Euro betragen können. So richtig vorstellbar ist dies jedoch am Anfang nicht.

Baby Erstausstattung


Die wichtigsten Ausgaben in den ersten Lebensjahren

Dabei geht es ja eigentlich bereits vor der Geburt des Kindes los. Schnell stellt sich bei dir sicher die Frage nach Kinderwagen, Babybett, Bekleidung und Autokindersitz. Und sollte der PKW zu klein sein, musst du eventuell sogar über ein größeres Fahrzeug nachdenken. Bereits mit einer normalen Erstausstattung, zu der neben Bekleidung und Pflegeprodukten übrigens auch Kinderwagen, Babybett und Bekleidung gehören, musst du schon mal mit einigen Hundert Euro Anschaffungskosten rechnen. Es ist zwar möglich, dass du beispielsweise einen gebrauchten Kinderwagen kaufst, spätestens beim Autokindersitz wünschst du dir bestimmt ein neues Modell. Auch die laufenden Kosten ab dem Zeitpunkt der Geburt sollten irgendwann zumindest einmal grob überschlagen werden. Für Windeln musst du beispielsweise tiefer in die Tasche greifen. Rechnet man zusammen, wie viele Windeln in einer Woche benötigt werden, ergibt sich monatlich schon mal eine stattliche Summe. Dazu kommen die laufenden Ausgaben für Bekleidung, Pflege und Spielzeug. Viele Utensilien kannst du dir von deiner Familie und den Freunden schenken lassen, doch spätestens bei den ersten Schühchen entscheidest bestimmt auch du dich lieber für neue Modelle.

Bild Kosten Kind Schule

Wenn dein Kind in die Schule kommt

Für die finanzielle Planung ist dieses Datum eine wichtige Wegmarke: die Schuleinführung. Spätestens jetzt solltest du dir eine genaue Kalkulation überlegen, denn die Ausgaben für Schreibtisch, Stuhl, Schulmaterial, Schulranzen und Co. schlagen ebenfalls mächtig zu Buche. Nicht zu vergessen die weiteren laufenden Kosten für Bekleidung und Schuhe deines heranwachsenden Kindes sowie auch für Lebensmittel und Pflege. Spätestens jetzt wird es vielleicht Zeit für neue Möbel wie ein geräumigeres Bett oder einen größeren Kleiderschrank. Ab Schulbeginn fallen bei vielen Kindern ebenfalls regelmäßige Kosten für Schulessen und Nachmittagsbetreuung an. Und die ersten Landheimaufenthalte stehen meist sogar schon in der Grundschule an. Dazu kommt vielleicht noch, dass du einen neuen PKW benötigst oder ihr sogar eine Immobilie erwerben möchtet. Bevor es zu stressig wird, solltest du deine finanzielle Planung einer gründlichen Prüfung unterziehen. Reichen deine finanziellen Mittel sowie eure regelmäßigen Einnahmen ab jetzt nicht mehr aus, kann es interessant sein, über einen Privatkredit nachzudenken.

Finanzielle Hilfe für Eltern

Zunächst ist es dir möglich, sich bei deiner eigenen Hausbank über die verschiedenen Möglichkeiten einer Fremdfinanzierung zu informieren. Gute Möglichkeiten für einen günstigen Kredit bietet heute auch das Internet. Verbraucherseiten geben einen aktuellen Überblick über die besten Kredite und deren Konditionen, sodass es dir vielleicht sogar möglich ist, bei den Zinsen kräftig zu sparen. Was jedoch bei jeder Kreditaufnahme zwingend notwendig ist, ist eine gute Bonität. Die Banken sind heute verpflichtet, Kredite nur bei Erfüllung bestimmter Kriterien auszureichen. Zwar verfügen viele Familien neben einem oder zwei Gehältern und dem Elterngeld beziehungsweise Kindergeld meist über gar kein so geringes monatliches Einkommen. Da Eltern- und Kindergeld nicht pfändbar ist, werden diese Beträge jedoch in die Kreditberechnung nicht mit einbezogen. Wird es schwierig, unter den genannten Voraussetzungen einen Kredit zu erhalten, besteht für dich die Möglichkeit, mit einem Bürgen die Chance auf einen positiven Bescheid zu erhöhen. Bürgen haften bei einem eventuellen Zahlungsausfall des Kreditnehmers mit ihrem eigenen Vermögen und werden von Banken daher meist sehr gern gesehen. Voraussetzung bei der Einsetzung eines Bürgen ist selbstverständlich dessen eigene Zahlungsfähigkeit.

Wenn guter Rat teuer ist

Besteht keine Möglichkeit, einen Kredit aufzunehmen und ist dein finanzieller Spielraum nach wie vor sehr eng, besteht immer noch die Möglichkeit, sich bei einer Schuldnerberatung zu informieren. Die Mitarbeiter in den Behörden kennen sich gerade mit den Problemen junger Familien sehr gut aus und haben sicher viele praktische Tipps für dich parat. Mitunter besteht in bestimmten Situationen sogar die Chance auf staatliche Unterstützung. Schuldnerberatungen wissen darüber meist perfekt Bescheid. Du solltest jedoch alle sich bietenden Varianten einer Geldbeschaffung sowie -beratung genauestens prüfen und vor allem nicht nervös werden. Schließlich sind Kinder noch immer groß geworden, auch in weit schwierigeren Zeiten wie beispielsweise dem vorigen Jahrhundert.

Nach der Schule geht es für den Nachwuchs weiter

Am meisten wünscht bestimmt auch ihr euch von eurem Kind einen guten und vor allem erfolgreichen Schulabschluss. Er bildet die Basis für den beruflichen Bildungsweg und damit für ein gutes und sicheres Einkommen. Während viele Schulabgänger eine Berufsausbildung anstreben und dabei meist schon das erste Ausbildungsgeld erhalten, sieht es für Studenten ganz anders aus. Studiengebühren und eventuell sogar Kosten für die Unterbringung in einer anderen Stadt schlagen monatlich schon mal mit einigen Hundert Euro zu Buche. Gut ist es deshalb, wenn du deinen Nachwuchs in dieser wichtigen Zeit finanziell unterstützen kannst. Schließlich sind die Vorlesungen heute so vollgepackt mit Themen, dass es für viele Studenten kaum möglich ist, nebenher noch zu arbeiten und sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Wenn du dich für ein Kind entscheidest, tust du dies aus dem eigenen tiefen Wunsch heraus, eine Familie zu gründen. Das war schon immer so und sollte selbstverständlich auch heute so bleiben. Zwar kann es im Alltag mit seinen vielen Unwägbarkeiten schon einmal schwierig sein, die laufenden Kosten zu bestreiten. Unterkriegen lassen solltest du dich davon jedoch auf keinen Fall. Wenn du die Möglichkeit hast, kannst du das Kindergeld, dass ja ab dem ersten Lebensmonat gezahlt wird, regelmäßig sparen und gewinnbringend, vielleicht in einem Fondssparplan anlegen. Über die Jahre, beispielsweise bis zum Schulbeginn deines Kindes oder der Aufnahme eines Studiums, kommt da schon einmal eine stattliche Summe zusammen, die du spätestens dann zur Bestreitung des Lebensunterhaltes des Nachwuchses verwenden kannst.

Bildernachweis:
Titelbild – vborodinova / Pixabay.com (CC0 Creative Commons)
Kind Schule – khamkhor / Pixabay.com (CC0 Creative Commons)

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