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Wenn das Baby endlich da ist

Neun Monate dauert in der Regel die Vorfreude auf den Nachwuchs. Im Mutterleib ist das Baby zwar schon überall dabei, aber dennoch ist ab der Geburt das Leben vollkommen auf den Kopf gestellt. Die Geburt bringt viele schöne Augenblicke mit sich, aber ist das Baby erst einmal zu Hause angekommen, sieht es meist anders aus. Dennoch kehren die magischen Momente wieder zurück – auch wenn die meist noch ein Weilchen auf sich warten lassen.

Geburt
Geben Sie sich selbst nach der Geburt genügend Zeit mit Ihrem Baby!

Die Geburt

Erinnern Sie sich noch, wie schwer es war, den Führerschein für den Pkw zu machen, oder wie nervenaufreibend der Schulabschluss gewesen ist? Nichts kommt von heute auf morgen einfach so zu einem, denn nicht umsonst lautet ein Sprichwort: Aller Anfang ist schwer.

Nach der Geburt, erleben Mütter den schönsten Moment des Lebens, was all die Schmerzen wieder vergessen lässt. Jetzt aber beginnen erst die kleinen Hürden, die es zu überwinden gilt. Alle Menschen um einen herum, geben gut gemeinte Ratschläge, sodass Sie am Schluss gar nicht mehr wissen, was nun richtig und was nun falsch ist. Das Stillen klappt auch nicht so, wie man es immer wieder in den Zeitschriften erkennen kann.

Werdende Mütter bekommen es von allen Seiten – die Ratschläge, die man unbedingt befolgen sollte. Dabei ist nichts wichtiger, als dass Sie nach der Geburt erst einmal alles ausblenden, sich und dem Kind ebenso die Zeit geben, einen Alltag zu entwickeln. Sie dürfen ruhig zahlreiche Bücher über die Schwangerschaft und die ersten Tage mit dem Kind lesen, ebenso ist ein Schwangerschaftskurs hilfreich, sich mit anderen werdenden Müttern auszutauschen. Vor der Geburt ist alles erlaubt, was Ihnen gerade einfällt. Sie dürfen sich auch ausmalen, wie das Leben mit dem Kind sein wird – dabei gilt es allerdings, sich nicht zu viel zu wünschen. Umso größer ist die Enttäuschung darüber, wenn es dann doch nicht so funktioniert. Zeit ist nach der Geburt das Wichtigste, um den Alltag schnell und gekonnt meistern zu können.

Der Moment der Glücksgefühle

Die Natur hält wundervolle Dinge für uns bereit. Ebenso liegt es in der Natur der frisch gebackenen Mutter, dass das gerade geborene Kind wohl das schönste auf Gottes Erdboden sei. Es entsteht ein Moment, der nur so vollgestopft ist mit wunderbaren Glücksgefühlen.

Den meisten Müttern geht es in dieser Situation so. Es kann aber auch anders sein: Die Mutter bekommt den Sohn direkt nach der Geburt auf den Bauch gelegt und kann rein gar nichts von den Glücksgefühlen erkennen.

Die Erschöpfung und auch Besorgnis machen sich breit. Erst einige Stunden später, tritt dann das lang ersehnte Glücksgefühl ein. Sorgen Sie sich also nicht, wenn Sie nicht gleich nach der Geburt auf Wolke Sieben schweben.

Mutter mit Baby

Suchen Sie bei Depressionen die Nähe zu Ihrem Baby. – Urheberrecht: oksun70 / 123RF Stockfoto

Die Umstellung

Ergeht es Ihnen ebenso, dass Sie Ihren Bauch lieben, wo Ihr Nachwuchs von einem Tag auf den anderen immer mehr wächst? Nach der Geburt ist es deshalb vollkommen normal, dass ein Gefühl der Leere aufkommt, wenn im Bauch plötzlich kein Nachwuchs mehr strampelt. Die Freude, dass das Baby endlich das Licht der Welt erblickt hat und die Trauer, dass plötzlich die traute Zweisamkeit nicht mehr so eng zu spüren ist, bilden einen großen Zwiespalt der Gefühle.

Manchen Müttern bereitet dieser Zustand sehr große Probleme und führen letztendlich auch zu tiefen Depressionen. Sprechen Sie mit Ihrer Hebamme über diesen Gefühlszustand. Sie werden erfahren, dass Sie mit diesem Gefühl nicht allein sind und es vielen Müttern nach der Geburt so ergeht. Wichtig ist in dieser Situation, dass Sie für viel Zweisamkeit mit dem Baby sorgen. Teilen Sie sich das Bett mit dem Nachwuchs und gestalten Sie auch das Stillen ruhig und gemächlich, sodass Sie sich langsam an diesen Zustand gewöhnen können.

So klein und zerbrechlich

Was die Pflege des Säuglings angeht, sind junge Mütter noch sehr unerfahren.

Die Angst, das Neugeborene zu zerbrechen, ist groß. Hilfreich ist es deshalb, die Tage nach der Geburt in der Klinik zu bleiben. Dort stehen Hebammen und ein ganzes Team immer für Fragen und Hilfe aller Art zur Verfügung.

Mit der Zeit stellt sich die Sicherheit ein und dann geht alles ganz wie von selbst.

Außerdem können Sie sich in der Klinik die ersten paar Tage voll und ganz auf das Baby konzentrieren, ohne von anderen Einflüssen, wie Hausarbeit oder Besuch, gestört zu werden.

mit dem Baby Zuhause
Denken Sie jetzt nicht an den Haushalt, sondern widmen Sie Ihre ganze Aufmerksamkeit Ihrem Baby

Der Ansprechpartner für zu Hause

In den ersten paar Tagen, die Sie zu Hause verbringen, möchten Sie den Alltag wieder so aufnehmen, wie es vor der Geburt der Fall war. Sie kümmern sich um den Haushalt – vergessen dabei aber vollkommen, dass nun ein kleines Wesen Ihre volle Aufmerksamkeit benötigt.

Sie versuchen sich, alles unter einen Hut zu bringen, was nur in ganz seltenen Ausnahmen funktionieren wird. An erster Stelle sollte das Baby stehen – der Abwasch wartet auch noch später. Das Baby hingegen, hat jetzt Hunger, oder möchte Aufmerksamkeit erleben. Hilfreich ist es auch, zu Hause die Hilfe der Hebamme in Anspruch zu nehmen. Auf diese Weise bekommen Sie stetig wertvolle Tipps, die den Alltag mit dem Baby unwahrscheinlich erleichtern.

Nichts ist wie vorher

Das Baby verändert das Leben der Eltern, auch der frisch gebackene Vater erlebt diese Veränderungen. Weniger Aufmerksamkeit ist das meiste, was Väter in den ersten Wochen zu beklagen haben – denn schließlich gilt jegliche Aufmerksamkeit nun dem Baby. Dennoch ist es wichtig, dass Sie Ihr Glück auch zu dritt genießen können. Bis sich allerdings die lang ersehnte Routine eingestellt hat, kann es Wochen oder sogar Monate andauern. Für Väter kommt es da meist zu einer Geduldsprobe, die überwunden werden muss. Lassen Sie sich, dem Baby und auch dem Vater ausreichend viel Zeit, den Alltag so zu konstruieren, damit alles aufeinander abgestimmt ist. Schließlich leiten Sie nun ein Familienunternehmen, was nicht von Beginn an erfolgreich sein kann – das Imperium muss auch erst heranwachsen. Ist dies aber erst einmal überstanden, kommen die wahren Glücksgefühle zum Vorschein.

Geschwister und Baby
Beziehen Sie die Geschwister Ihres Baby von Anfang an mit ein!

Geschwisterliebe – auch sie muss wachsen

Damit keine Eifersucht unter Geschwistern entsteht, sollten sich die Geschwister bereits während der Schwangerschaft schon auf den Familienzuwachs einstellen können.

Nichts ist für Kinder schlimmer, als in die zweite Reihe gestellt zu werden. Beziehen Sie die Geschwister in alle Aktivitäten, auch bereits während der Schwangerschaft, mit ein, sodass kein Gefühl der Eifersucht entstehen kann.

 

Bilder: Pixabay.com

About Peggy

Mein Name ist Peggy und ich bin Mutter eines Sohnes. Gerne freue ich mich über einen Erfahrungsaustausch mit anderen Mamas über fast alle Themen rund um Baby und Kind. Noch mehr über mich findest du auf meinem Google+ Profil

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