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Wickeln – worauf Eltern unbedingt achten müssen

Eltern sind gerade in der Anfangsphase der Babypflege oft überfordert und können daher von sinnvollen Ratschlägen zu diesem Thema profitieren. Die Pflege des Babys ist ein stetiges Wechselspiel aus dem Prozess des Wickelns und der Pflege des kleinen Nachwuchses. Der Grund dafür ist die hohe Empfindlichkeit der sehr jungen und weichen Babyhaut, die mehrmals am Tag der besonderen Fürsorge der Eltern bedarf. Daher ist es wichtig, sich von vornherein darauf einzustellen, dass das Wickeln mit der dazugehörigen Pflege mehrmals am Tag stattfinden wird.

In der Anfangsphase können die Windeln bei Neugeborenen ca. sechs bis zehn mal am Tag nass werden. Dies ist ein Zeichen für einen hervorragenden Stoffwechsel und bedeutet aber auch, dass das Wechseln der Windel sehr häufig stattfinden muss. Babys werden bis zum dritten Lebensjahr gewickelt. Haben sie das Alter des Kleinkindes erreicht, werden sie allmählich die Verwendung eines Kindertopfes und später auch eines speziellen WC-Sitzes erlernen. Bis es soweit ist, haben Sie das breite Repertoire der Babypflege und des Wickelns schon ohne Probleme gelernt und wissen dann aus eigener Erfahrung, wie Sie speziell auf die Bedürfnisse ihres Kindes eingehen. Neben der richtigen Ausstattung und einem entsprechend angepassten Ort für die Pflege, sorgt auch die Erfahrung dafür, dass ihr kleines Kind optimal von Ihnen versorgt wird.

Babypflege
Der Stoffwechsel Ihres Baby ist gut, wenn es ca. sechs bis zehn mal am Tag gewickelt werden muss.

Der passende Ort der Pflege

Für eine angemessene Pflege ist der Ort ausschlaggebend, um den Prozess so reibungslos und schonend wie möglich ablaufen zu lassen. Ein stabiler Wickeltisch mit einer weichen Wickelauflage ist eine notwendige Investition, um das Kind optimal zu versorgen und gleichzeitig auch genügend Stauraum zur Verfügung zu haben. Der Standort sollte stets warm sein. Die Kommode benötigt eine angemessene Höhe, um als Elternteil auch die Pflege ohne Probleme durchzuführen. Die Wickelfläche sollte genügend Platz bieten.

An der Kommode selber dürfen keine scharfen Kanten oder Ecken vorhanden sein, an denen sich das Baby verletzen könnte. Auch ist es wichtig darauf zu achten, dass der Wickeltisch genügend Stauraum bietet und nicht nur die Windeln, sondern auch neue Kleidung, Waschlappen und Handtücher sowie andere Pflegeprodukte griffbereit sind. Falls der Platz nicht vorhanden ist, kann auch hier eine weitere Ablage oder ein Regal zusätzlich Verwendung finden. Die Auflage auf dem Wickeltisch sollte besonders weich sein. Plastikauflagen dürfen kein PVC erhalten. Hier ist ein Bezug aus natürlichen Materialien zu empfehlen, der schnell abnehmbar ist und sich leicht waschen lässt. Ist die Wickelunterlage aus Kunststoff, so sollte ein weicher Stoffbezug darüber gezogen werden, der als Zubehör auch sehr leicht gewaschen werden kann.

Die Wickelkommode kann auch zusätzlich mit einer Wärmelampe ausgestattet werden. So wird sichergestellt, dass das kleine Baby auf dem Platz nicht friert. Gerade für Kinder, die in der Winterzeit geboren sind, ist die Anschaffung solch einer Wärmelampe empfehlenswert. Auch an kalten Standorten hilft der Einsatz einer Wärmelampe besonders. Während der Pflege ist es für das Baby wichtig, beschäftigt zu werden. Daher kann eine Rassel oder ein Mobile über dem Wickeltisch genügend Ablenkung bieten, die das Wickeln nicht nur erleichtert, sondern dem Baby auch eine angenehme Zeit beschert.

Vorbereitung ist alles

Damit der Wickelprozess und die Babypflege optimal ablaufen kann, sollte alles vorher Benötigte bereit gelegt werden. Dazu gehören neben den Windeln trockene Papiertücher, Wechselwäsche, eine Schüssel mit warmen Wasser, dazugehörige Waschlappen, Pflegecreme und Handtücher. Stoffwindeln oder Einwegprodukte können nach eigener Maßgabe verwendet werden. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Windel auch die passende Größe hat und absolut dicht ist.

Pflegeprodukte für das Kind dürfen nicht in der Nähe des Babys stehen, da es sonst zu Unfällen kommen könnte. Gut ist es auch, wenn sehr leichte an- und ausziehbare Kleidung verwendet wird. Der gesamte Prozess der Pflege kann so bedeutend schneller ablaufen. In den ersten Monaten sind vor allem Wickelbodys besonders gut, da diese nicht über den Kopf des Babys gezogen werden müssen. Ein Windeleimer sowie eine kleine Badewanne können zusätzlich als Zubehör genutzt werden. Ausreichend Beleuchtung sollte ebenfalls vorhanden sein, um für das Kind und sich selbst eine angenehme Stimmung zu erzeugen.

Baby wickeln
Pflegeprodukte für das Kind dürfen nicht in der Nähe des Babys stehen, da es sonst zu Unfällen kommen könnte!

Die richtige Pflege für das Baby

Beim Wickeln sollte das Baby auf dem Rücken liegen. Für die Reinigung kann es zur Seite gedreht, oder der Po angehoben werden. Befindet sich Stuhlgang in der Windel, so kann dieser mit dem oberen Teil der Windel vom Po entfernt werden. Ist die Windel nur nass, so wird diese vollständig beiseite geschafft. Die Pflege des Analbereiches, sollte mit speziellen Pflegetüchern für Babys stattfinden. Auch ein weiches, trockenes Tuch ist für diese Aufgabe gut geeignet. Es ist wichtig, beim Reinigen stets von vorne nach hinten zu wischen, damit keine Keime aus dem Darm in den Genitalbereich gelangen können.

Die Vorhaut sowie die Schamlippen, sollten aus diesem Grund nicht gereinigt, sondern am besten vorsichtig mit einem Tuch abgetupft werden. Erst wenn Ihr Sohn die Vorhaut spielerisch zurückzieht, kann das Abtupfen auch auf diese Weise stattfinden. Eine Nachreinigung des Pos, sollte mit einem feuchten Waschlappen geschehen. Bei Feuchttüchern ist es wichtig, dass diese kein Parfüm enthalten, da dieses die Haut reizen kann.

Ist der Po des Babys gesäubert, so kann das Kind eine neue Windel bekommen. Hier empfiehlt sich immer die Seitenlage besonders gut, da sich das Kind auf diese Weise schnell anziehen lässt. Bevor dies geschieht, sollte der Po des Babys sorgfältig abgetrocknet werden. Ist es doch einmal dazu gekommen, dass der Po noch feucht war, so muss später eine schonende Wundschutzsalbe auf die empfindliche Haut aufgetragen werden, die vor weiterer Feuchtigkeit schützt. Beim Anlegen der neuen Windel ist es wichtig, dass der Bauch und die Beine des kleinen Kindes nicht eingeschnürt werden. Die Windel sollte nicht zu eng sein, um für das kleine Kind ein angenehmes Gefühl zu ermöglichen. Passen zwei erwachsene Finger zwischen den Bauch und die Windel, so braucht man sich keine Sorgen zu machen.

Schnelligkeit ist eine Tugend

Für den Prozess der Pflege ist es immer gut, wenn dieser so schnell und entspannt wie möglich ablaufen kann. Es ist gut, in der Zeit mit dem eigenen Baby zu sprechen, um es zu beschäftigen und die Eltern-Kind-Beziehung zu stärken. Ein Windeleimer, eine angenehme Wickelauflage sowie eine kleine Badewanne neben der Kommode, unterstützen diesen Prozess. Im Laufe der Jahre wird sich das Kind gesund entwickeln und kann später einen Kindertopf oder WC-Sitz nutzen.

 

Bilder:Pixabay.com

About Peggy

Mein Name ist Peggy und ich bin Mutter eines Sohnes. Gerne freue ich mich über einen Erfahrungsaustausch mit anderen Mamas über fast alle Themen rund um Baby und Kind. Noch mehr über mich findest du auf meinem Google+ Profil

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