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Aufs Wochenbett vorbereitet sein: die wichtigsten Fragen und Einkaufstipps

Fast ebenso groß wie die Freude auf das neue Familienmitglied ist bei vielen Frauen die Angst vor der Geburt und der Zeit im Wochenbett. Berichte von Nachwehen, Wochenfluss und Heulkrämpfen machen wenig Mut. Doch du bist nicht allein mit deinen Bedenken, sondern kannst mit der richtigen Vorbereitung, gut gerüstet in die ersten Wochen des Mamaseins starten. Wir haben die wichtigsten Fragen knapp und klar beantwortet und geben Dir bewährte Tipps mit auf deinen Weg.

Was sollen frisch gebackene Mamas essen?

Eine gesunde Ernährung ist auch nach der Geburt wichtig, denn was du isst und trinkst, wirkt sich indirekt auch auf die Muttermilch aus. Dinge wie Alkohol und Nikotin sind daher weiterhin tabu.

Leckere Gerichte, die du selbst, der frischgebackene Papa oder Großeltern und beste Freunde zubereiten können:
  • ausgewogenes Müsli, auch mit Schokostückchen oder Früchten
  • Eierspeisen wie Omelett und Eierkuchen
  • Hähnchenbrustfilet mit moderater Würzung, gern mit Möhren als Beilage
  • Kartoffeln in verschiedener Form
  • Spinat und Lachs, beispielsweise auf einer Pizza kombiniert
  • ein gemischter Salat mit Käse

Was und wie viel trinkst du am besten?

Die Flüssigkeitszufuhr ist sehr wichtig für dich. Nicht nur für die Milchbildung braucht der Körper eine ausreichende Zufuhr, auch dein Blut- und Lymphsystem soll gut im Fluss bleiben. Versuche daher, über den Tag verteilt zwei bis drei Liter zu trinken. Manche Mama versucht, nur Wasser zu trinken, aber das kann dir schnell über sein. Zum Glück gibt es Alternativen.

Für gesunde Abwechslung sorgen:
  • Kamillentee
  • Fencheltee
  • Anistee
  • Kümmeltee
  • Milch
  • Kaffee (maximal zwei Tassen am Tag)
  • alkoholfreies Malzbier (wirkt sogar milchbildend!)

Was tun bei Verstopfungen?

Im Wochenbett kann es passieren, dass du Probleme mit dem Stuhlgang bekommst. Bei den meisten Frauen löst sich die Verstopfung nach wenigen Tagen von selbst. Iss am besten sehr viele Ballaststoffe und trinke ausreichend. Du musst keine Angst bekommen. Zähle einfach die Tage seit Beginn der Verstopfung mit und reagiere nach vier Tagen. Erhöht sich die Darmaktivität bis dahin nicht von allein, solltest du mit deinem Arzt offen darüber sprechen. Möglich ist der Einsatz eines Abführmittels oder ein Klistier (Einlauf).

Wie sollst du mit Nachwehen umgehen?

Sie sind nicht schön, aber vergehen ohne bleibende Nachwirkungen. Leidest du unter Nachwehen, helfen eine Wärmflasche am Rücken und eine Bauchmassage durch ausgebildete Physiotherapeuten. Teemischungen mit Anis und Fenchel beruhigen den Körper ebenfalls und regen als positiver Nebeneffekt auch die Milchbildung an.

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Wann darfst du mit ersten Übungen für den Beckenboden anfangen?

Gerade sportliche Mamas können es kaum erwarten, endlich wieder aktiv zu werden. Und auch Sportmuffeln wird es schnell nach den ersten Tag im Bett und auf der Couch langweilig. Bitte achte dennoch darauf, die ersten 14 Tage mit Ruhe anzugehen.

Du solltest weder größere Kinder oder schwere Gegenstände hochheben, noch verbissen mit Gymnastik beginnen. Deine Beckenmuskulatur hat die letzten Monate und vor allem bei der Geburt hart gearbeitet und hat sich die Ruhe verdient.

Die ersten Übungen zur Stärkung des Beckenbodens fängst du nach circa zwei Wochen und im Idealfall unter Anleitung an. Deine Geduld wird sich dann auszahlen.

Ist plötzlicher Haarausfall normal?

Im Wochenbett verlieren manche Mütter fast schon büschelweise ihre Haare. Das führt verständlicherweise zu regelrechter Panik. Du musst aber keine Angst haben, denn die neuen Haare fangen fast zeitgleich zu wachsen an.

Der Vorgang ist normal und hormonbedingt. Der plötzliche Östrogenabfall nach der Entbindung lässt häufig Haare ausfallen. Die nicht sichtbare Haarwurzel bleibt aber gesund und stark, daher wachsen bald neue Haare nach.

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Und wenn der gefürchtete Baby-Blues kommt?

Du bist auf keinen Fall allein mit bedrückenden Gedanken kurz nach der Geburt. Dieser Baby-Blues trifft sogar die Mehrheit aller Mütter und hängt mit der Erschöpfung und hormonellen Umstellung nach der Geburt zusammen. Er vergeht am besten mit offenen Gesprächen, deiner Lieblingsmusik und Belohnungsschokolade.

Hält die dunkle Stimmung länger als einige Tage, spricht man von der Wochenbettdepression. Teile deine Gedanken mit Partner, Eltern oder nahen Freunden. Auch deine Hebamme und Frauenärzte sind vertraut mit der Thematik und helfen dir gern.

Was braucht dein Baby im Wochenbett?

Klar, das Wichtigste bist du und die ersten Tage gemeinsam mit deinem Baby sind eine intime Zeit für euch beide.

Ein wenig Pragmatismus gehört trotzdem dazu, daher denke an vier Dinge für deinen kleinen Schatz:
  • Es sollten erste Windeln bereitliegen. Informiere dich vorab über die verschiedenen Größen. Die meisten orientieren sich am Geburtsgewicht.
  • Etwas Wundsalbe für gereizte Babyhaut ist ideal, falls der Po deines Kindes wund wird.
  • Spucktücher begleiten euch zuverlässig durch die ersten Wochen. Am besten wählst du Tücher aus saugfähigem Flanell, diese sind gleichzeitig sehr hautschonend.
  • Kaufe ein Fieberthermometer, das speziell für Babys gedacht ist.
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Was brauchst du im Wochenbett?

Gemäß dem Motto „Kleine Kinder, kleine Sorgen. Große Kinder, große Sorgen“ benötigst du im Wochenbett etwas mehr Equipment als dein Kind. Der Vorabeinkauf nimmt dir aber viel Stress von den Schultern und lässt das Wochenbett ruhiger werden.

Das könntest du gut gebrauchen:
  • Kaufe einen großen Vorrat an Binden, um den Wochenfluss aufzufangen. In den ersten Tagen wirst du im Schnitt etwa sieben Binden am Tag verbrauchen.
  • Ein Still-BH und Stilleinlagen sind sehr hilfreich, wenn gerade in den ersten Wochen etwas Muttermilch danebengeht. Du musst trotz der kleinen Unfälle nicht sofort deine Kleidung und/oder die Bettwäsche wechseln.
  • Fülle Kühlschrank, Gefrierfach und die Schränke ausreichend mit haltbaren Lebensmitteln, damit wenig Einkäufe notwendig sind.

Weitere, nützliche Tipps aus dem Nähkästchen

Mütter mit Lebenserfahrung geben ihre Wochenbetterinnerungen gern weiter und haben dabei den ein oder anderen Tipp, was ihnen geholfen hat.

Hier drei Tipps, die dir einige Stolpermomente ersparen:
  • Kauf dir Naturquark, friere ihn ein und nutze ihn in Stillpausen um gereiztes Brustgewebe zu kühlen.
  • In Apotheken findest du spezielle Teemischungen, die als „Milchbildungstees“ verkauft werden. Die Hilfe aus der Natur erleichtert das Stillen bei vielen Müttern und bringt als pflanzliches Mittel keine Risiken mit sich.
  • Leg dir ruhig einige Müsliriegel, Kekse und Nussmischungen in den Nachttisch. Gerade zu Beginn saugen Kinder sehr lang an der Brust und du kannst bei kleinen Hungerattacken ohne großen Aufwand selbst etwas snacken. Das ist gleichzeitig auch Futter für die Seele.

About Peggy

Mein Name ist Peggy und ich bin Mutter eines Sohnes. Gerne freue ich mich über einen Erfahrungsaustausch mit anderen Mamas über fast alle Themen rund um Baby und Kind. Noch mehr über mich findest du auf meinem Google+ Profil

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