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Ökomöbel für Kinder

Ökologische Möbel – dem Kind und der Umwelt zuliebe

Nachhaltigkeit und das Bewusstsein, um nachwachsende Rohstoffe haben heute einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft eingenommen. Nachdem viele Inhaltsstoffe in Bekleidung, Ernährung und Möbeln in der Kritik stehen, die Menschen krank zu machen, wird mehr auf gesunde und giftfreie Materialien Wert gelegt. Besonders wenn Kinder betroffen sind, hinterfragen Eltern als Endverbraucher sehr kritisch.

Öko-Bewusstsein im Wandel der Zeit

Nach Lebensmittelskandalen und der Aufdeckung was die teilweise unhaltbaren Zustände in der Bekleidungsindustrie angehen, hat in der Bevölkerung ein Umdenken stattgefunden. Damit verbunden ist auch das Verlangen der Endverbraucher nach mehr biologischen Produkten und dem Wissen wo die Produkte herkommen. Dieses erwarten die Verbraucher nicht nur beim Essen und beim Anziehen, sondern auch bei der Einrichtung. Auch hier ist das Bewusstsein der Eltern um die vermeintlichen Gesundheitsrisiken der Kinder im eigenen Zuhause ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten gewachsen. Vorbei sind die Zeiten in denen man neue Möbel aufgestellt hat und gleichzeitig die Nase gerümpft hat, ob des intensiven chemischen Geruches. Da wurde dann kräftig gelüftet und sobald der Geruch verzogen war, wurden die Möbel als unbedenklich eingestuft. Als ultimative Lösung wurden dann Grünlilien und andere Pflanzen im Zimmer aufgestellt und die Kinder zum Spielen nach draußen geschickt.

Kinder verbringen viel mehr Zeit im Zimmer

Heute verbringen Kinder viel mehr Zeit in ihrem Zimmer, manchmal mehr als den Eltern lieb ist. Vielerorts hängt dies mit der sozialen Entwicklung und dem Umfeld zusammen. Die zunehmende Technisierung hat darüber hinaus ihren eigenen Beitrag geleistet. So verbringen Kinder heute viel mehr Zeit vor dem Fernseher, dem Computer oder mit technischem Spielzeug. Vor allem sind aber auch die Ansprüche durch die Schulen gewachsen, so dass Kinder viel Zeit beim Lernen und Hausaufgaben aufwenden. Darüber hinaus sind Kinder mittlerweile reifer in ihrer gesamten Entwicklung und legen daher auch früh schon Wert auf ihren privaten Freiraum. Damit verbringen sie viel mehr Zeit alleine oder mit Freunden in ihren Zimmern.

Holzmöbel im KinderzimmerGesundheitsdenken und Umweltbewusstsein

Allergien und Unverträglichkeiten beeinträchtigen zunehmend die Gesundheit von Kindern. Daher ist es um so notwendiger auf unbedenkliche Materialien bei den Kindermöbeln zu achten und auf Öko Möbel ohne Schadstoffe zu setzen. Ursache für Allergien oder kindlicher Migräne können chemische Verbindungen in den Möbeln sein, die auch nach vielen Jahren noch abgesondert werden. So ist beispielsweise Formaldehyd häufig als chemisches Element in Spanplatten und Teppichen enthalten. Dieser Stoff kann gesundheitsschädigende Auswirkungen haben und steht im Verdacht hochgradig krebserregend zu sein. Daher sollten Eltern beim Neukauf von Möbeln oder Teppichen auf umweltfreundliche Materialien achten und auf hochwertigere Verarbeitung. Allein durch die Verklappung chemischer Beisätze in der Möbelindustrie wird das gesamte Ökosystem belastet und ganze Landstriche werden gerodet für die Gewinnung von Hölzern. Hier hat ein Umdenken in der Bevölkerung stattgefunden, dass die natürlichen Ressourcen zur Möbelherstellung nicht unendlich vorhanden sind und es einen großen Eingriff in die Natur und Umwelt bedeutet.

Neue Möbel – zweckmäßig und umweltgerecht

Neue Möbel im Kinderzimmer sollten altersgerecht aber auch zukunftsorientiert sein. Mit Öko Möbeln denkt man an die Zukunft der Kinder im Hinblick auf deren Weiterentwicklung und an die weitere Nutzung der Möbelstücke. Außerdem handelt man als Eltern mit dem Kauf dieser Möbel zukunfts- und umweltorientiert, da bei diesen Möbeln nachhaltig darauf Wert gelegt wird, dass sie aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt oder produziert werden. So werden nachwachsende oder recyclebare Materialien wie Holz oder Stein verwendet und für die Bezüge und Füllungen beispielsweise Baumwolle benutzt. Die Oberfläche der Möbelstücke wird nicht chemisch behandelt, sondern nur gewachst oder geölt. Damit ist die Belastung durch chemische Behandlung minimiert und die Pflegeleichtigkeit der Oberflächen gewährleistet. Um sicher zu sein, dass die Möbel mit den Bedürfnissen und Ansprüchen der Kinder altersgerecht mitwachsen, sollten die Eltern vor dem Kauf überlegen welchen Zweck die Möbel erfüllen sollen. So kann der Mal- und Basteltisch späterhin zum Schreibtisch oder gar Computertisch werden.

Selber bauen als Alternative zum Möbelkauf

Legen die Eltern Wert auf kreative und ausgefallene Möbel können Sie auch selber bauen. Damit wissen sie sicher welche Materialien verwendet wurden und wie die Endprodukte behandelt wurden. Durch derlei handwerkliches Geschick wachsen die Möbel garantiert mit den Kindern mit und können an deren Größe und Entwicklung entsprechend angepasst werden. So können beispielsweise aus Europaletten einzigartige Möbelstücke kreiert werden. Oder aus einfachen Holzkisten werden attraktive Sitzmöbel designt. Dabei ist der Fantasie keine Grenze gesetzt und die Kinder können am Schaffensprozess aktiv mitwirken. Ist das handwerkliche Geschick nicht so vorhanden, kann sicher im Fachgeschäft Rat geholt werden, um vielseitig einsetzbare und mitwachsende Öko Möbel zu bekommen.

Qualitäts- und Gütesiegel

Die Möbelindustrie hat auf dieses Umdenken der Endverbraucher reagiert und sogenannte Qualitäts- und Gütesiegel bei der Möbelherstellung eingesetzt. Bekannte Siegel woran der Endkunde erkennen kann, dass es sich um ökologisch und schadstofffreie Möbel handelt, sind ÖkoControl, der Blaue Engel, FSC und das Goldene M. Das Gütesiegel ÖkoControl entstand durch den Zusammenschluss verschiedener Einrichtungshäuser, die den gesamten Produktionsablauf von Massivholzmöbeln, Polstermöbeln und Matratzen genau unter die Lupe nahmen. Das Siegel FSC (Forest Stewardship Council) bezieht sich auf die allgemeinen Bedingungen, die bei der Produktion von Möbeln herrschen, insbesondere die Arbeitsbedingungen und die Materialien, die bei der Herstellung verwendet werden. Hierbei steht das Thema Recycling und Verarbeitung von ausschließlich recyclebarer Materialien im Mittelpunkt der Untersuchung. Der Blaue Engel ist das erste und auch älteste Gütesiegel, das sich mit der Umweltverträglichkeit bei Produkten und Dienstleistungen beschäftigt. Das Goldene M ist ein deutsches Gütesiegel, das auf die allgemeine Sicherheit der Produkte achtet. Jedoch weist es aber auch aus, dass die Richtwerte, bei der Verwendung von chemischen Zusätzen, eingehalten werden. Mit diesen Gütesiegeln vermittelt die Möbelindustrie Transparenz was die eigene Produktion angeht und gewinnt so das Vertrauen der Endverbraucher.

Da sich das Immunsystem von Kindern noch lange in der Entwicklungsphase befindet und chemische Stoffe nicht einfach vom kindlichen Organismus absorbiert werden können, ist es wichtig, dass sie von Möbeln umgeben sind, die frei von schädlichen chemischen Zusammensetzungen sind. Doch auch der Zukunftsgedanke spielt eine wichtige Rolle, da die natürlichen Rohstoffe bei unkontrolliertem Abbau irgendwann nicht mehr zur Verfügung stehen.

Bilder:
Titelbild – Urheber: utnapistims / 123RF Lizenzfreie Bilder
Kindermöbel aus Holz – Urheber: mariok / 123RF Lizenzfreie Bilder

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