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Ohrstecker und Ohrringe schon im Babyalter?

Ohrringe bei Baby
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Viele Eltern fragen sich, wann oder vielleicht auch ob sie ihrem Kind Ohrlöcher stechen beziehungsweise schießen lassen sollen. Auf der einen Seite ist es doch so niedlich, die Kleinen mit dem Ohrschmuck zu sehen und so erinnern sie sich später nicht an die Schmerzen. Doch auf der anderen Seite sollte es dem Kind vielleicht selbst überlassen werden, ob es Ohrstecker haben möchte oder nicht. In diesem Fall müsste man noch einige Jahre damit warten.

Gesundheitliche Risiken

Das wohl größte Risiko bei der Sache ist die Nickelallergie. Diese ist eine der häufigsten Kontaktallergien und tritt besonders bei weiblichen Patienten auf. Zu früher Kontakt mit der Metalllegierung ist einer der wichtigsten Auslöser. Ist die Allergie allerdings erst einmal aufgetreten, bleibt sie ein Leben lang bestehen. Dieses Handicap möchten Sie Ihrem Kind sicher ersparen. Daher ist es besonders wichtig, darauf zu achten, dass die ersten Stecker in jedem Fall medizinische Ohrstecker sind. Hier gilt bereits seit 1998 die Regel, dass sie nicht mehr als 0,05% Nickel enthalten dürfen. So wird das Risiko minimiert.

Was spricht dagegen?

Da das Ohr eines Babys oder auch eines Kleinkinds noch im Wachstum ist, sind Knochen und Knorpel noch sehr weich und formbar. Sie müssen sich erst mit der Zeit vollends entwickeln. Hier besteht das Risiko, dass das Ohrloch sich später einmal gar nicht mehr an der richtigen Stelle sitzt, die dafür einmal bestimmt wurde.
Außerdem empfindet das Baby beim Stechen eines Ohrloches selbstverständlich Schmerzen. Eventuelle Entzündungen können dieses negative Erlebnis noch zusätzlich verstärken. Das einem hilflosen Geschöpf zuzumuten sollte für alle Eltern unnötig sein. Durch das Tragen von Mützen, sowie das Schlafen auf der Seite sind Babyohren nach dem Durchstechen besonders anfällig für Entzündungen und Reizungen. Auch die Kinder selbst können dies provozieren. Durch Berühren oder gar Reißen am Ohrstecker können schlimme Verletzungen entstehen und Entzündungen sind quasi sicher.

Ohrstecker gefährlich für Babys
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Unsichere Rechtslage

Auch die Rechtslage ist in diesem Fall nicht eindeutig geklärt. Eltern haben freie Hand in dieser Sache und es gibt auch kein einschränkendes Mindestalter wie bei anderen Piercings. Kritiker sehen den Tatbestand allerdings als eine Art Körperverletzung an, da das Kind nicht in die Handlung einwilligen oder sie ablehnen kann. Meistens behalten Kinder die Ohrlöcher ihr Leben lang, sobald sie einmal gestochen sind. Ansonsten können neben ungewollten Schmerzen auch Narben an den Ohrläppchen auftreten.

Das Risiko gering halten

Falls die Entscheidung letztendlich doch für ein Ohrloch und zugehörigen Stecker fällt, sollten Sie versuchen alle Risiken so gut wie möglich abzuwenden. Dazu gehört, das Sie solange warten wie nur möglich, um Allergien zu vermeiden.

Hier gilt grundsätzlich die Regel: Je später desto sicherer. Außerdem sollten die Stecker aus Titan bestehen, da dieses auf jeden Fall frei von Nickel ist. Erst nach dem kompletten Heilen dürfen Schmuckstecker aus Gold und Silber getragen werden. Um den Kindern möglichst viel von den Schmerzen zu ersparen, sollte eine oberflächlich betäubende Creme oder ein Pflaster angewendet werden. Da eine Ohrlochpistole im Gegensatz zu einer Nadel nicht sterilisiert werden kann, sollte in diesem Fall ausdrücklich auf eine sterile Einmalnadel bestanden werden. Allgemein gilt, dass das Stechen nur von einem Experten vorgenommen werden sollte.

Ein kurzes Video dazu, können Sie hier hier sehen.

 

 

About Peggy

Mein Name ist Peggy und ich bin Mutter eines Sohnes. Gerne freue ich mich über einen Erfahrungsaustausch mit anderen Mamas über fast alle Themen rund um Baby und Kind.

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